Vom Industrieareal zum lebendigen Quartier

Die Aufgabe war anspruchsvoll: Wie soll ein ehemaliges Industrieareal von rund 42000 Quadratmetern Grösse in ein lebendiges Quartier umgewandelt werden? Eine überzeugende Antwort auf diese Frage hat der städebauliche Studienauftrag gegeben, den die drei Entwicklungspartner Steiner AG, Baugenossenschaft Glattal Zürich (BGZ) und Logis Suisse AG im Jahr 2013 lanciert haben.

Drei Jahre zuvor hat die Stadt Bülach untersuchen lassen, wie sie Bülach-Nord, zu dem das Glasi-Areal gehört, entwickeln könnte. Anschliessend hat sie in einem öffentlichen Gestaltungsplan die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung der Areale festgehalten. Dank der Vermittlung des Verbands Wohnbaugenossenschaften Schweiz haben die beiden gemeinnützigen Wohnbauträger BGZ und Logis Suisse das Glasi-Areal kaufen können. Für die Entwicklung und Ausführung schlossen sie sich mit dem Totalunternehmer Steiner AG zusammen. In einer Vision haben sie gemeinsam festgehalten, wie sich das künftige Stadtquartier entwickeln soll. Sie war Basis für den Studienauftrag.

Die drei Entwicklungspartner luden sowohl hiesige als auch international bekannte Architekturbüros dazu ein, ihre Vorstellungen eines Stadtquartiers zu formulieren. Gefordert war explizit eine hohe Dichte. Nur so ist gewährleistet, dass keine Schlafstadt entsteht, sondern ein lebendiges Quartier. Aus den elf Beiträgen wurde dasjenige der Duplex Architekten aus Zürich ausgewählt.